Kompostierung
Mit Einführung der Biotonne im gesamten Landkreis Emsland im Jahre 1998 wurde der Bau einer leistungsstarken Kompostieranlage notwendig. Ziel war es, die mit der braunen Tonne eingesammelten Bioabfälle zu hochwertigen Kompost zu veredeln. Ganz im Sinne des konsequenten Umweltschutzgedankens des Dienstleistungsunternehmens Augustin wurde das Kompostwerk nach dem neuesten Stand der Technik errichtet. Insbesondere auf Kriterien wie geringer Energie- und Wasserverbrauch sowie minimale Geruchsemmissionen wurde bei der Realisierung geachtet. Ein geschlossener Wasserkreislauf gewährleistet, dass bei Betrieb der Anlage keine Abwässer abgeleitet werden müssen. Die Abluft wird durch einen Biofilter geleitet, so dass Geruchsemmissionen vermieden werden. Ebenso wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den Energieverbrauch zu minimieren.
Der Kompostierungsprozeß
Bei Anlieferung durch die getrennte Hausmüllabfuhr wird der Bioabfall gewogen und auf Verunreinigungen kontrolliert. Im sogenannten Intensivrottetunnel wird der frische Bioabfall vorkompostiert und hygienisiert, d.h. Unkrautsamen und unerwünschte Keime werden abgetötet. Nach ca. 2 Wochen wird der halbfertige Kompost in den Nachrottetunnel umgeschichtet. Hier kompostiert er bis zur Endaufbereitung weiter. Die Tunnelkompostierung ermöglicht einen schnellen und kontrol
lierbaren Rotteprozess ohne Zusatz chemischer Mittel. Die gesamte Anlagentechnik der Biokom Emsland dient der Unterstützung und Beschleunigung des natürlichen Abbauprozesses, wie er auch in der Natur zu beobachten ist. Mit Hilfe einer modernen Computeranlage wird vom Kompostiermeister der Kompostprozess überwacht. Ständig wird die Luftmenge, der Sauerstoffgehalt, die Temperatur, die Feuchtigkeit und der Energieverbrauch kontrolliert. Über diese Daten wird ebenso ein permanentes Protokoll geführt wie über die begleitenden ständigen Qualitätsprüfungen, die von einem externen Labor durchgeführt werden. Nach ca. 4 Wochen ist aus dem z.T. nassen Bioabfall Fertigkompost geworden. In der Endaufbereitung wird das Kompostprodukt von möglichen Fremdstoffen getrennt und nach verschiedenen Korngrößen abgesiebt.
Das Endprodukt
Das Endprodukt ist im Wesentlichen abhängig vom Input der Anlage und somit vom Inhalt der Biotonnen. Dieser ist so gut, dass der Fertigkompost sogar die strengen Kriterien des Biolandbaus erfüllt. Der feinkrümelige Kompost hat hervorragende bodenverbessernde Eigenschaften. Seine Inhaltsstoffe weisen ihn als vollwertigen Sekundarrohstoffdünger aus, der eine lange Wirkdauer hat. Dieser Humusdünger verbessert die biologische Aktivität des Bodens und läßt viele Landschaften erblühen. Endabnehmer sind u.a. Gärtnereien, Landwirte und private Haushalte.

